Das Ende der Babys: der Geburtsziffer-Notstand

Kinderkram: Japans Bevölkerung wird bis 2065 wohl um ein Drittel schrumpfen. © Alamy

Gibt es bald keine Babys mehr? Viele Länder stehen vor einer „Baby-Knappheit“. Experten meinen, dass Wohlstand, lange Arbeitszeiten und sogar chemische Schadstoffe Schuld daran haben könnten.

„Das Ende der Babies“, lautete eine Überschrift in der New York Times.

Die Geburtenziffer sinkt überall. Seit 1950 ist sie von 4,7 Kinder pro Frau auf 2,4 gefallen.

Wenn Länder reicher werden, sinken ihre Geburten. Während es für Frauen gut sein mag, weniger Kinder zu bekommen, wird es problematisch, wenn die Zahl der Geburten unter die sinkt, die benötigt wird, um ihre Eltern zu ersetzen. Die UNO hat diese „Erneuerungsrate“ bei 2,1 Kinder pro Familie angesetzt.

Letztes Jahr wurde in einem Bericht gewarnt, dass fast die Hälfte aller Länder – nicht nur reiche – vor einer „Kinder-Knappheit“ stünden.

In Japan, wo 26 % der Bevölkerung über 65 ist, war der Geburtenrückgang in den ersten 7 Monaten 2019 der größte seit 30 Jahren.

Aber offizielle Versuche, Geburtenziffern zu fördern, schießen oft am Ziel vorbei. 2015 ärgerten sich viele Dänen über Plakate mit dem Spruch „Hast du heute schon deine Eier gezählt?“, weil sie meinten, dass er Frauen mit Nutztieren gleichsetze.

Warum kriegen wir keine Kinder mehr?

Überall arbeiten die Menschen länger und für weniger Geld, was ihnen weder Zeit noch Geld lässt, eine Familie zu gründen. Viele fürchten wegen der Klimakrise um die Zukunft für folgende Generationen.

Und nun glauben Forscher, dass sogenannteUmwelthormone“, die in vielen Nahrungsmitteln und Konsumartikeln zu finden sind, die Fertilität beider Geschlechter beeinträchtigen könnten.

Gehen der Welt die Babys aus?

Boom und Bust

Nicht wirklich, sagen manche. Frauen im subsaharischen Afrika haben im Durchschnitt 5 Kinder. Bis 2050 wird es auf der Welt 10 Mrd. Menschen geben, und dank der Umweltkatastrophe wird es vielleicht nicht genug zu essen für alle geben.

Aber die Autoren von Empty Planet, John Ibbotson und Darrell Bricker, sind anderer Meinung. Diese Zahlen berücksichtigten nicht die steigende Ausbildung von Frauen, die neben finanzieller Unsicherheit, Angst und chemischen Schadstoffen den größten Einfluss auf Geburten habe. Babys seien eine knappe Ressource.

Du Entscheidest

  1. Könnte es einmal keine Menschen mehr geben?

Aktivitäten

  1. Write out all the numbers in the article in German.

Manche Leute Sagen

„Wir Neugeborenen weinen, zu betreten die große Narrenbühne.“

William Shakespeare (1564–1616), englischer Dramatiker

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F & R

Was wissen wir?
Seit 1950 ist auf der ganzen Welt die Zahl der Kinder pro Frau im Durchschnitt von 4,7 auf lediglich 2,4 gesunken. Es gibt allerdings enorme regionale Unterschiede: Die Geburtenziffer im Niger in Westafrika liegt bei 7,1; auf der Mittelmeerinsel Zypern hingegen haben die Frauen im Durchschnitt nur ein einziges Kind.
Was wissen wir nicht?
Ob und wann die Bevölkerungszahlen in Ländern mit niedrigen Geburtenziffern schrumpfen werden.

Wichtige Begriffe

Überschrift
Headline.
Geburtenziffer
Fertility rate.
überall
Everywhere.
Erneuerungsrate
Replacement rate.
Hälfte
Half.
Knappheit
Scarcity.
Bevölkerung
Population.
Geburtenrückgang
Drop in births.
Schießen oft am Ziel vorbei
Often miss the mark.
Nutztieren
Farm animals.
Gleichsetze
Equated.
Klimakrise
Climate crisis.
Sogenannte
So-called.
Umwelthormone
Endocrine disruptors.
Konsumartikeln
Consumer products.
Beeinträchtigen
Damaging.
Im Durchschnitt
On average.
Berücksichtigten
Take into account.
Schadstoffen
Pollutants.
Einfluss
Impact.